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La rosa púrpura del Plata | ||||||||||||||||||
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Musik und Poesie in Peru und Mexiko im Zeitalter des Barock Der Kodex Zuola (Peru) Der "Códice Fray Gregorio de Zuola" stammt aus Cuzco (Peru) und zählt zu den ersten von Musikwissenschaftlern entdeckten Dokumente über die alte Musik Lateinamerikas. Das Dokument wurde Ricardo Rojas anvertraut, dem argentinischen Forschungspionier für Literatur und die schönen Künste Südamerikas im 17. und 18. Jahrhundert. Obwohl bereits in den 30iger Jahren des 20. Jahrhunderts entdeckt worden ist, bleibt der Kodex bis heute in vielerlei Hinsicht rätselhaft; und dies hat wohl auch viele Musiker von einer intensiveren Beschäftigung abgehalten. Trotz der Schwierigkeiten, den Kodex zu verstehen, "erleuchten" seine Lieder, und nicht nur wegen ihres unzweifelhaften künstlerischen Wertes: sie geben vor allem Aufschluss über das schlecht dokumentierte Gebiet der musikalischen Aufführungspraxis. Allein schon weil er als Vermittler zwischen der schriftlich fixierten spanischen Tradition der "tonos humanos" (0) und der mündlich überlieferten traditionellen Monodie (Einstimmigkeit) des südlichen Andengebietes von Peru angesehen werden kann, ist der "Zuola-Kodex" von großem Interesse. Das Manuskript enthält 18 Lieder, die gleichen Ursprungs zu sein scheinen. Als Hypothese kann man unterstellen, dass die Gesangsparts spanischer polyphoner Lieder Ausgangsmaterial waren, das wohl über die iberische Halbinsel und die amerikanischen Kolonien in eine Art Entwicklungs-Kreislauf gegangen ist. Die Lieder veränderten sich in diesem Entwicklungs-Kreislauf durch Anpassung an den Geschmack der verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen, die sie adaptierten bzw. tradierten. Nach dieser Phase mündlicher Übermittlungen wurden die Lieder dann zu Papier gebracht: in der Handschrift von Zuola. Bei den Liedern dieses Kodex handelt es sich somit um einen Teil fixierter Tradition, nämlich der des "tonos humanos" oder der weltlichen polyphonen Lieder des Barock; eine Tradition, die sich über das gesamte seinerzeitige spanischen Reich erstreckte (Dime Pedro). Die Fixierung hat allerdings nicht zu einem Stillstand der Weiterentwicklung der Lieder in mündlicher Überlieferung geführt. Das MS enthält 16 weltliche Liedern. Eines davon wird in zwei Versionen präsentiert, die einander im Hinblick auf Text wie Musik entsprechen. Neun andere Lieder korrespondieren in Bezug auf Text und Musik mit Werken aus anderen Quellen (vier in Bezug auf ihren Texten und fünf in Bezug auf Text und Musik). Diese Übereinstimmungen belegen eindeutig die eigenständige Dynamik von "tonos humanos", die in anderen Gestalten und anderen musikalischen Kontexten zirkulieren: als weltliche Lieder, szenische Musik für Komödien und Dramen, religiöse "villancicos", Tänze und "diferencias" (Variationen) für Harfe oder Gitarre. Der "tonos" wurde im allgemeinen als Chorgesang für drei oder vier Stimmen, in späterer Zeit auch als Solo oder Duett mit Basso continuo geschrieben. Im Gegensatz zu dieser Praxis ist die Notierung der meisten Melodien im Zuola-Kodex monodisch im Stil eines Volksliedes und ohne Bassteil. Wir haben versucht, die hier präsentierten Stücke so zu rekonstruieren, wie sie gehört worden sein könnten und in ihrer eigenen Epoche interpretiert worden wären. Die Stücke sind auf eine einfache, feine und wunderbare Weise, die durch die Geheimnisse leuchtet, die wir vielleicht in ihnen finden, zu Musik umgesetzt; eingeschränkt allerdings durch die Art und Weise, wie wir Dinge betrachten und wegen unserer eigenen Neigung, sich auf eine geschriebene Tradition zu verlassen. Die Texte von Lope de Vega, Calderón de la Barca und ihren Zeitgenossen sind voller Schönheit und Zartheit. Durch unsere Art des Vorgehens, eine "weise" alte Musik mit der Volksmusik einer mündlichen Tradition zu verbinden, nehmen die Texte eine leuchtende und lebendige Form an. Musik für Gitarre im barocken Amerika Als Ergänzung zu den im Zuola-Kodex niedergelegten Stücken haben wir Gitarrenmusik des barocken Amerikas aus verschiedenen in Mexiko entdeckten Manuskripten ausgewählt. Diese Manuskripte demonstrieren ein fruchtbares und lebendiges Feld musikalischer und instrumentaler Entwicklung, die völlig eigenständig ist neben den großen Werken religiöser Musik der kolonialen Vergangenheit. Wenn wir die Chroniken weltlichen Lebens in Lateinamerika vor der Unabhängigkeitsbewegung direkt am Anfang des neunzehnten Jahrhundert untersuchen, finden wir zahlreiche Hinweise der Verwendung von Gitarren, Diskant-Gitarren und Vihuelen. Die Gitarre erscheint im Kontext von Tanz, Poesie und Volkslied sowie dem Nachtleben von Creolen, Mestizen und Farbigen. Gelegentlich erscheint die Gitarre aber auch im Kontext der Opernaufführungen. Die verschiedenen Arten der von den Eroberern importierten Zupfinstrumente nahmen im Laufe der Zeit neue Charakteristika an, die sich aus der Verwendung in der Volksmusik herleiten. In dieser Volksmusik mischte sich die reiche Tradition der spanischen Musik des 18. Jahrhunderts mit den Beiträgen von Einheimischen und Schwarzen und brachte als Instrumente z.B. "Charango", "Cuatro", "Bandola llanera" in Venezuela und "Jarana" in Mexiko hervor (Entre dos álamos verde) "Codice Saldívar 4" Dieses Manuskript wurde vom Musikwissenschaftler Gabriel Saldívar in den frühen 40er Jahren des 20. Jahrhunderts zufällig in einem Antiquariat entdeckt. Das sorgfältig geschriebene Manuskript wird dem spanischen Gitarristen Santiago de Murcia (1685-1732) zugeordnet, der seine letzten Jahre in Mexiko verbrachte. Das Manuskript vermittelt ein reichhaltiges Bild charakteristischer Gitarrenstücke im Umfeld spanischer Musik (Marizápalos, Jácaras, Canarios, Marionas, Menuetts und andere) und ist subtil mit einem ausgeprägten Wissen um die Möglichkeiten des Instrumentes geschrieben. Kombiniert wird der "Rasgueado"-Stil (1), typisch für die fünfchörige Gitarre, mit dem Zupf- Stil. Wir haben aus diesem MS die folgenden Stücke gewählt: "Las penas", ein Stück, voll von Lyrik und Sehnsucht ; "Canarios", ein sehr populärer Tanz, voller Freude; "Las sombras", insbesondere gewählt wegen seiner Ähnlichkeit zu einem Stück im "Zuola Codex" mit dem Titel "No sé a qué sombras funestas" und zu einer Arie aus der Oper "La púrpura de la rosa" von Tomás de Torrejón y Velazco, uraufgeführt in Lima, Peru, im Jahre 1701. Zwei weitere Stücke dieses MS werden ebenfalls vorgestellt: "El amor", ein Werk, das an die Arie aus der Oper "La púrpura de la rosa" erinnert. "El amor" beginnt mit einem kurzen Prelude (aus "Resumen de acompañar la parte con la guitarra", Madrid, (1714) ) vom gleichen Komponisten. Ein Stück, das überall in Mexiko bekannt ist. "Marionas", ein Tanz, der im Stil sehr populär ist und einer italienischen Chaconne ähnelt. In "Marionas" haben wir einen zweiten Teil für eine in A gestimmte Gitarre dem Original hinzugefügt. 'Manuscrito 1560' (Biblioteca Nacional de México) Dieses Manuskript wurde wahrscheinlich von einem Schüler von Murcia oder einem unbekannten mexikanischen Gitarristen geschrieben. Es enthält eine große Anzahl leichter Stücke und Tänze sowie Menuette und Transkriptionen von Corelli's Geigensonaten. Die musikalische Qualität der Stücke ist sehr unterschiedlich. Mit wenigen Ausnahmen halten die Stücke einem Vergleich mit dem "Codice Saldívar" oder "Resumen de acompañar la parte" nicht Stand. Zu den Ausnahmen zählen zwei Stücke, die Ähnlichkeit zu Stücken in den genannten zwei Manuskripten aufweisen. Diese beiden Stücke haben wir für die Aufnahme gewählt. Es handelt sich um zwei Menuette, denen ein drittes aus "Resumen de acompañar la parte" folgt, das allerdings nahezu identisch mit einem Menuett "Manuscrito 1560" ist. Es folgt die köstliche "Guastala" und schließlich ein Stück ohne Titel, das wir provisorisch "Rondó" genannt haben - dank Isidoro Roitman aber jetzt wissen, dass dieses Stück konkordant mit "La nueba Forlana" des "Resumen para acompañar la parte" ist". Die letzten zwei Werke werden zuerst in ihrer Originalfassung für Sologitarre präsentiert, dann in einer Version für zwei gleiche Gitarren (Gitarren in E mit fünf Chören). Der Part für die zweite Gitarre wurde für diese Aufnahme neu geschrieben. Hinweise zur Rekonstruktion: Die Werke des "Zuola-Kodex", außer "Dime Pedro" und "Porqu' tan firme os adoro", sind in vielerlei Hinsicht rekonstruiert worden. Zuerst mussten die nicht den Akzenten im Text entsprechenden rhythmischen Werte angepasst werden, was im Fall von "Que importa yo lo calle" höchst komplex war. Dann war die Wiederherstellung der regulären rhythmischen Strukturen erforderlich, da sie im Original von der Notenschrift überdeckt wurden. Schließlich mussten wir in Übereinstimmung mit dem Charakter des jeweiligen Werkes eine Begleitung ausarbeiten. Dies war notwendig, da außer im Fall der polyphonen Stücke die Melodien ohne jeden Bass oder Hinweis auf die Begleitung notiert sind. Bei der Erarbeitung der Begleitung nahmen wir als Orientierungs- und Ausgangspunkt den Stil, der im hispano-creolischen Kontext in den großen amerikanischen Städten des 17. Jahrhunderts vorherrschend war und sich in den "tonos humanos" und den "tonadas" der spanischen Opern dieser Periode (2) und den Romanzen der spanischen Vihuelisten des sechzehnten Jahrhunderts (so Alonso Mudarra und Luys Milán) ausgedrückt. Auf dieser Basis wurden die Begleitungen für fünfchörige Gitarre (3) und die Vihuela ausgearbeitet. Diese Begleitungen nehmen in bestimmten Fällen die Form eines Basso continuo an, in anderen die Form eines "Alphabetes für Gitarre" (4) und ebenso die Form von Tabulaturen für Vihuela im Stile der spanischen Renaissance. --------------------------------------------------------------- ((0))"Tono humano" wird ein in Castilian verfasstes Werk des spanischen Barock genannt, das im Kontext einer Theater-Produktion oder im Rahmen von Kammermusik aufgeführt wird. Als Genre ist der "tono humano" eine Vokalkomposition für eine oder mehrere Stimmen, normalerweise mit einer Struktur, die auf einer Kombination von estribillo (Refrain) und coplas (Strophen) basiert. Liebe, Triumph und Tragödie sind die Hauptthemen. Innerhalb dieses grundlegenden strukturellen Musters ist die Auswahl der Formen und Stile beträchtlich und schließt gelegentlich sogar ausgedehnte Passagen eines italienischen Rezitativs ein. ((1)) "Rasgueado" ist eine Spieltechnik, bei der die Saiten mit den Nägeln der rechten Hand rhythmisch angeschlagen werden, während mit der linken Hand auf dem Griffbrett Akkorde gegriffen werden. ((2)) Zum Beispiel: "La púrpura de la rosa" von Tomás de Torrejón y Velazco, basiert auf einem Libretto von Calderón de la Barca, uraufgeführt 1701 in Lima, Peru. Und: "El robo de Proserpina y la sentencia de Júpiter" von Filippo Coppola, basiert auf einem Libretto von Manuel García Bustamante, uraufgeführt 1678 in Neapel aufgeführt wird. In diesen beiden Fällen ist es Wert, die Fülle an Arien narrativen Charakters hervorzuheben, die auf der Wiederholung des gleichen musikalischen Musters beruhen, bei denen sich aber die Texte wie in einem Rezitativ verändern. Im "El robo de Proserpina" enthalten einige dieser Arien bis zu neun Strophen. Die hypnotische Wirkung der beständigen Wiederholung des musikalischen Musters erleichtert eigentlich die Konzentration des Hörers auf der Bedeutung des Textes. Alle Stücke vom "Zuola Kodex" haben die gleiche Form und erlauben uns auf diese Art, den poetischen Reichtum der Texte wahrzunehmen. ((3)) Dies war das bevorzugte Instrument für Begleitung im Spanien des 17. Jahrhunderts wie im weltlichen Kontext während der kolonialen Periode. Überdies: im "Zuola-Kodex" gibt es eine Radierung mit der Abbildung des "Alphabetes für Gitarre". Dies ermutigt uns zur Annahme, dass die Verwendung des "Alphabetes" als Rekonstruktion der Stücke gerechtfertigt ist. ((4)) ein System des 17. Jahrhunderts, das mit der Begleitung populärer und Volksmusik aus Lateinamerika durch Angabe der Akkorde oder die amerikanische Bezifferung der Akkorde verglichen werden kann Bárbara Kusa Bárbara Kusa wurde in San Luis (Argentinien) geboren. Sie fing ihr Studium der Musik dort an, wechselte nach Buenos Aires, um ihre Studien an der "Facultad de Artes y Ciencias Musicales" der Katholischen Universität von Argentinien fortzuführen. Nach erfolgreichem Abschluss im Fach Chorleitung setzt Bárbara Kusa ihre Studien bei Professor Mónica Capra fort. Zu ihren Lehrer zählen Néstor Andrenacci, Josep Prats, Werner Pfaff, Monique Zanetti und Renata Parroussel. Bárbara Kusa hat mehrere Konzerttourneen in Argentinien, Brasilien, Bolivien, Spanien, Kanada, Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien und der Schweiz mit verschiedenen Ensembles absolviert, u.a. mit "Coro Polifónico de Sanes Luis", "Pigmalión", der "Compañía Los Festinantes", "Cantica Nova", "Proyecto Croma", "Ensemble Elyma" und dem "Ensemble Louis-Berger". Als Solistin umfasst ihr Repertoire Werke von Schubert, Brahms, Mozart, Monteverdi und Vivaldi ebenso wie die Werke der Jesuiten Mission von Chiquitos (Bolivien ,18. Jhd.). Sie hat mehrfach unter der Leitung von Néstor Andrenacci, Javier Zentner, Claudio Morla, Ricardo Massun und Gabriel Garrido gesungen. In folgenden Opern ist Bárbara Kusa als Solistin aufgetreten: Monteverdi's "L'Orfeo", Teatro Colón de Buenos Aires (2001), Rameau's"Castor et Pollux" (2001-2002), Filippo Coppola's (1678) "El robo de Proserpina" (Teatro Avenida) Buenos Aires (2001), Rameau 's "Les indes galantes" (Teatro Colón, 2002); Lully's"Armide" (Festivales Musicales 2003); Monteverdi‘s „Selva morale e spirituale“ (Festival d‘Ambronnay, Frankreich 2004). Bárbara Kusa hat mehrere Aufnahmen als Solistin und Ensemblemitglied eingespielt. Unter den Einspielungen für argentinische und französische Label sind zu erwähnen: "Música en las Reducciones de Chiquitos" und "Convidando está la noche" (Grupo de Canto Coral (Néstor Andrenacci), "Veneno de los sentidos" und "Cortesanos del Tajo" - spanischer Barock (La compañía del Tempranillo - Miguel de Olaso), "Vêpres solennelles de-Heiliger Jean Baptiste"(Ensamble Elyma-Gabriel-Garrido), "Missa de Lima, Venid Deidades" ( Ensamble Louis Berger-Ricardo Massun). Mit "La rosa púrpura del Plata" zeichnete Bárbara Kusa für "Voice of Lyrics" (Frankreich) auf: "El Amor", "Las penas y las sombras" (VOL BL 701) sowie weltliche Musik aus Peru und Mexico. Die Einspielung erhielt eine internationale Auszeichnung Gabriel Schebor Gabriel Schebor studierte in seiner Heimatstadt Buenos Aires (Argentinien) am Konservatorium "Juan José Castro", wo er auch sein Diplom als Gitarrenlehrer erwarb. Seine Lehrer waren Graciela Pomponio, Dolores Costoyas und Víctor Villadangos. Gabriel Schebor absolvierte erfolgreich Kurse bei Jorge Martínez Zárate, Eduardo Isaac, Roberto Aussel, Eduardo Egüez, Carlos Ravina, Hopkinson Smith und Gabriel Garrido. Gabriel Schebor hat bereits zahlreiche Konzerte in Argentinien, Uruguay, Brasilien, Bolivien, Deutschland, der Schweiz, Italien und Frankreich gegeben. Er trat auch als Gastkünstler bei mehreren Festivals auf, von denen besonders zu erwähnen sind: das "Festival International de Sarrebourg" (Frankreich), "Festival de Chiquitos" (Bolivien) und "Primavera barroca de Rio de Janeiro" (Brasilien). Gabriel Schebor hat bei vielen Gelegenheit für das "Ensemble Louis-Berger" (unter der Leitung von Ricardo Massun) und das "Ensemble Elyma" (unter der Leitung von Gabriel Garrido) den Basso continuo-Part übernommen. Mit den gleichen Künstlern trat er bei den ersten süd-amerikanischen Aufführungen von Monteverdi's"L'Orfeo", Rameau 's "Les indes galantes" in Teatro Colón de Buenos Aires und Filippo Coppola's "El robo de Proserpina" und de' Cavalieri 's "Rappresentazione di Anima et di Corpo" und in anderen argentinischen Theatern auf. Sein Solorepertoire umfasst französische und italienische Musik des 17. und 18. Jahrhunderts für Laute und Theorbe ebenso sowie mexikanische und spanische Werke aus der gleichen Periode für Barockgitarre. Gabriel Schebor hat mehrere Aufnahmen barocker Musik auf Originalinstrumenten für argentinische und französische Label gemacht, meistens unter der Leitung von Gabriel Garrido und Ricardo Massun. Zu diesen Aufnahmen zählen: "Musique baroque à la Royale Publikum de Charcas"; "San Ignacio, l'opéra perdu des Missions jésuites de l'Amazonie"; "Vêpres solennelles de Saint Jean Baptiste"; "Misión San Francisco Javier"; "Missa de Lima, Venid Deidades" ein. All diese Aufnahmen für das französische Label K617, Serie "Les Chemins du Baroque", sind der lateinamerikanischen barocken Musik gewidmet und haben zahlreiche positive Erwähnung internationaler Kritiker erfahren. Mit "La rosa púrpura del Plata" zeichnete Gabriel Schebor für "Voice of Lyrics" (Frankreich) auf: "El Amor", "Las penas y las sombras" (VOL BL 701) sowie weltliche Musik aus Peru und Mexico. Die Einspielung wurde ausgezeichnet von "2002 CAMU-TRIMARG-UNESCO", Mitglied bei Conseil International de la Musique-UNESCO. Gabriel Alejandro Schebor 1965 geboren in Buenos Aires, Argentinien Ausbildung und Studien: Gabriel Alejandro Schebor studierte bei Graciela Pomponio, Dolores Costoyas und Víctor Villadangos im "Conservatorio Provincial Juan José Castro" (Buenos Aires), wo er sein Diplom in klassischer Gitarre erwarb. Seinen Abschluss als Soziologe macht er an der Universität von Buenos Aires im Jahre 1993. Während der ersten Jahre seiner musikalischen Karriere konzentrierte Gabriel Schebor sich hauptsächlich auf die Musik des 20. Jahrhunderts. Schon 1994 aber gewann er Interesse an früher Musik und spezialisierte sich auf Laute, Theorbe, Barockgitarre und Generalbass. Er kann sich zu Recht "erster Theorbist" im modernen Argentinien nennen. Die freundschaftlichen Beziehungen zu Eduardo Egüez, Dolores Costoyas, und Hopkinson Smith erlauben es ihm, die eigenen musikwissenschaftlichen Forschung fortzuentwickeln. Konzerte: Seit 1994 hat Gabriel Schebor Theorbe, Barockgitarre und Laute in führenden Ensembles aus Argentinien, Uruguay und Frankreich gespielt. Zu erwähnen sind u.a.: "Ensemble Louis-Berger" (lateinamerikanischer Barock), "Ensemble Elyma" (lateinamerikanischer Barock), "Quadro Barroco" (Barocke Blasinstrumente), "Ensamble Sine Nomine" (Musik des 17. Jahrhunderts mit Sängern), "Viva fiamma" (früh-italienischer Barock), "De Profundis" (Chor von Uruguay), "Affetti Musicali" (Barocke Streicher), "Camerata Bariloche" (Kammerorchester), "Academia Bach de Buenos Aires" (Orchester und Chor), "Sociedad Händel" (Orchester und Chor). 2000 gründete er "La Rosa Púrpura del Plata", ein dem lateinamerikanischen Barock gewidmetes Vocal-Ensemble mit Basso continuo-Begleitung. Diese Gruppe konzentriert sich auf "villancicos" und religiöse Musik (in spanischer Sprache) mit Ursprung hauptsächlich in Peru und Bolivien. 2003 gründete Gabriel Schebor das Ensemble “Capilla Antonio Sepp”, das sich jesuitischer Barockmusik Lateinamerikas widmet. Unter seiner Leitung trat dies Ensemble mit der in Spanisch gesungenen Oper "San Ignacio" auf, die aus einer Jesuitenmission in Bolivien stammt. Für 2004 ist eine Tournee durch die wichtigsten Standorte der Jesuiten in Argentinien geplant. Als Continuo-Spieler ist er in vielen Konzerten aufgetreten und hat C.D's in Argentinien, Brasilien, Uruguay, Bolivien, Italien, Frankreich, Deutschland und der Schweiz aufgezeichnet. Von 1994 bis heute spielt er sowohl Solo- als auch Ensemblemusik. Als Solist spielt Gabriel Schebor meistens Werke für Theorbe, gibt aber auch Lauten- und Konzerte mit der Barockgitarre. Zu seinem Repertoire bei Werken der Kammermusik gehören auch die Soli in A. Vivaldi's "Juditha Triumphans", J.S. Bach's "St. John 's Passion" und G.F. Händel's "Ode for St. Cecilia's day" ein. Als ausgesprochen talentierter Continuo-Spieler war er bei den wichtigsten barocken Opernaufführungen präsent, die Argentinien bisher erleben durfte. Dies beginnt mit den ersten Aufführungen lateinamerikanischer Barockopern wie “Venid deidades” von Esteban Ponce de Leon, “San ignacio” (aus der Jesuiten-Missionen von Bolivien stammend) oder “San Francisco Xavier” (einmaliges Beispiel einer in der Indianersprache "Chiquitos" gesungenen Oper aus der Feder anonymer indianischer Komponisten). Zu den bemerkenswerten Opernaufführungen zählt auch der “L`Orfeo” von Claudio Monteverdi mit dem Ensemble Elyma, dirigiert von Gabriel Garrido (2001 im "Teatro Colón de Buenos Aires"); eine Serie, die außergewöhnlichen Erfolg hatte. Daran anschließend nahm Gabriel Schebor mit der gleichen Gruppe an der südamerikanischen Uraufführung von “El robo de Proserpina y la sentencia de Jupiter” teil, einer in Spanisch geschriebenen neapolitanischen Oper von Filippo Coppola (1678). Mit wiederum außergewöhnlichem Erfolg wurde im Jahre 2002 im Teatro Colón de Buenos Aires “Les indes galantes” von Jean Phillippe Rameau durch das Ensemble Elyma unter Leitung von Gabriel Garrido aufgeführt. Um im Dezember 2004 in Uruguay die “Intermezzi de La Pellegrina" und verschiedene Projekte lateinamerikanischer Opern und "Zarzuela von Cusco" (Peru) im Jahre 2005 realisieren zu können, arbeitet Gabriel Schebor zusammen mit dem “Ensamble De Profundis”, (www.dprofundis.org). Solo-Programme von Gabriel Schebor: - Alessandro Piccinini (1566-1638) "Intavolatura di liuto et chitarrone". Ausgewählte Stücke dieses wichtigen Lautenvirtuosen und Theorben-Spielers. Chitarrone von Klaus Jacobsen (1997),10-chörige Laute von Ivo Magherini. - Zwei Gesichter der Chitarrone-Musik: J.H.Kapsperger (1571-1651) und Robert de Visée (165?-1725). Ausgewählte Stücke dieser hervorragenden Komponisten. Chitarrone von Klaus Jacobsen (1997). - XVII 's Century Lautenmusik in Italien und Frankreich des 17ten Jahrhunderts. Musik für Laute und Arciliuto von J.H. Kapsperger, A. Piccinini, S. Molinaro, R. Ballard, A. Francisque. 10-chörige Laute von Ivo Magherini (1998). - Musik des 17. Jahrhunderts aus Mexiko und Spanien, für die Barockgitarre. Werke von Santiago de Murcia, Francesc Guerau, Gaspar Sanz, Ruiz de Ribayaz und anonymen Komponisten. Barockgitarre von Juan Muzio (2000). Aufnahmen: - "Via Crucis". Programmatisches Werk von Amanda Guerreño. Aufgezeichnet von "Limay" (1990) und präsentiert in Deutschland, der Schweiz und Frankreich in 1992 im Zusammenhang mit dem 500. Jahrestag der Entdeckung von Amerika. Herausgegeben von Misereor (Deutschland). - "Sergio Parotti - Gabriel-Adamo", Sonata Nr. 3 für Gitarre. Weltpremiere. Buenos Aires 1995. Label: I.R.C.O. Nº202. - "Musique Baroque à la Royale Publikum de Charcas". Musik des 17. Jahrhunderts aus Bolivien und Peru. Weltpremiere. Ensamble Elyma, Ensamble Louis Berger, Capilla Cisplatina, Coro Juvenil de la Fundación Pro Arte de Córdoba. Dirigent: Gabriel Garrido. Aufgezeichnet In Concepción, Bolivien (1996). Label: K 617 ((Frankreich), K617064,). Diapason 5. - "San Ignacio, l'Opéra perdu des Missions jésuites de l'Amazonie", Musik der Jesuiten-Missionen von Chiquitos und Moxos - Bolivien. Weltpremiere. Ensamble Elyma, Ensamble Louis Berger, Capilla Cisplatina, Coro Juvenild e la Fundación Pro Arte de Córdoba. Dirigent: Gabriel Garrido. Aufgezeichnet In Concepción (Bolivien) 1996. Label: K 617 ((Frankreich), K617065 Diapason 5,). - "Recitar Cantando", Musik von Claudio Monteverdi. Coro Polifónico de Santa Fé. Dirigent: Sergio Siminovich. Aufgezeichnet in Santa Fé (1996). Label: Melopea (Argentinien). CDMPV 1141 - "Harmonia Caelestis". Sammlung geistlicher Musik des Prinzen Pál Esterházy (Ungarn 1653-1713). Vocalsolisten, Coral Hungaria de Buenos Aires, Barockorchester unter Leitung von Manfred Krämer. Dirigentin: Sylvia Leidemann. Aufgezeichnet in Buenos Aires, 1997. Label: CD Radio Clásica CDC0012. ,- "Por unos puertos". Spanische und italienische Renaissance, lateinamerikanischer Barock. Grupo Vocal Aimé, Vocalsolisten, Violen-, Flöten and Sackbutt-Konsort. Instrumentalsolisten auf zeitgenössischen Instrumenten. Dirigent: Diego Lacunza. In Buenos Aires (Argentinien) 1997 aufgezeichnet. Private Produktionsausgabe. - "Ode for St.Cecilia's Day". Werke von G.F. Händel (Ode for St.Cecilia 's Day) und D. Buxtehude (Das Neugebor'ne Kindelein). Coral del Siglo XXI, Alceste Chamberorchester, Instrumentalsolisten (Solo für Theorbo und Flöte) und Vocalsolisten. Dirigent: Guillermo Dorá. Life aufgezeichnet in Buenos Aires, 1998. Private Produktionsausgabe. - "Vêpres Solemnelles de Saint-Jean-Baptiste". Lateinamerikanische barocke Musik von Roque Ceruti (685 1760). Welt-Premiere. Ensemble Louis Berger, Ensemble Elyma, Coro de Niños Cantores de Córdoba. Dirigent: Gabriel Garrido. Aufgezeichnet in Concepción, Bolivien, 1998. Label K617 (Frankreich), K617089. - "Missa de Lima-Venid Deidades". Musik des 18ten Jahrhunderts im italienischen Stil von Alto Perú. Werke von Roque Ceruti, Esteban Ponce de León, José de Orejón y Aparicio. Weltpremiere. Ensamble Louis Berger. Dirigent: Ricardo Massun. Aufgezeichnet in Sarrebourg, Frankreich, 1999. Veröffentlicht im Januar 2000. Label: K617 (Frankreich), K617103. “Mission San Francisco Xavier”. Lateinamerikanische Barockoper und Messe. Musik von anonymen indianischen Komponisten aus Bolivien. Erstaufnahme einer Oper in Chiquitan (indianische Sprache). Ensemble Louis Berger, Ensemble Elyma, Coro de Niños Cantores de Córdoba. Dirigent: Gabriel Garrido. Aufgezeichnet in San Javier, Bolivien, 2000. Label: K617 (Frankreich), K617111. - “Reliquia”. Lateinamerikanische Barockwerke von Tomás Torrejón y Velasco, Roque de Chavarría, Juan de Araujo und anderen. Grupo Vocal Contrapunto und Mitglieder des Ensamble Louis Berger. Dirigent: Piotr Nawrot durch. Aufgezeichnet in Santa Cruz, Bolivien, 2000. - “El amor, las penas y las sombras”. Musik und Poesie in Peru und Mexiko im XVII. Jahrhundert. Erste Rekonstruktion der Lieder des “Codice Zuola” sowie der Werke für Barockgitarre aus dem “Codice Saldivar 4” und dem “M.S. 1560“ aus der Nationalbibliothek von Mexiko. "La Rosa Púrpura des Plata" unter der Leitung von Bárbara Kusa (Sopran) und Gabriel Schebor, Barockgitarre und Vihuela. Aufgezeichnet in Buenos Aires, 2001. Label: Voice of lyrics (Frankreich) VOL BL 701. |
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