Altlüdersdorf - Babelsberg II

10.05.03

Es sollte mal etwas andere Auswärtsfahrt werden. Animiert durch den Gebirgsfuchs beschloss ich den Weg nach Altlüdersdorf, mit dem Fahrrad zu absolvieren. Von Teltow aus bedeutete dies, etwa 85 km zurückzulegen. Zunächst ging es quer durch Berlin und später die Bundesstraße 96 hoch bis kurz hinter Gransee. Mit Pausen und kurzer Stadionbegutachtung in Löwenberg erreichte ich in weniger als 5 Stunden das Ziel. Das Stadion oder besser gesagt der Sportplatz eignet sich prima für Verbandsligafußball. Auf der einen Seite gibt es eine kleine Anhebung mit Bänken. Alles ist mit Gras bewachsen. So konnte ich mich ins Grün packen und mich dem Vorspiel hingeben. Das Panorama bot ein gelb leuchtendes Rapsfeld im Hintergrund. Noch vor dem eigentlichen Spiel testete ich das Vereinsheim. Ja was soll ich sagen. Für 5,50 € bekam ich das beste Essen, was ich je in einem Stadion gegessen hatte. Das gibt natürlich jede menge Bonuspunkte. Alles in Allem hatte sich zu diesem Zeitpunkt das Kommen schon gelohnt.

Babelsberg II, die ja durch zahlreiche Abgänge des Vereins erheblich gebeutelt wurden, hielt mit einigen jungen Spielern gut gegen. Marco Katovcic hatte die besten Chancen, Nulldrei in Führung zu bringen. Auf der anderen Seite musste einmal die Latte retten. In einem abwechslungsreichen Spiel blieb es zur Pause beim 0:0. Nach dem Wechsel gingen die Hausherren in Führung. Da kam natürlich Freude beim in die Jahre gekommenen Anhang auf. Marcel Quast war es aber, der zunächst zum Spielverderber wurde. Sein 1:1 ließ Hoffnung aufkeimen, dass die lange Durststrecke sich dem Ende neigt. Aber daraus wurde nichts. Ein Foulelfmeter entschied das Spiel zuungunsten von Babelsberg. In der Schlusssekunde gab es noch mal tumultartige Szenen im Strafraum der Gastgeber. Mehrere Schüsse fielen, aber der Ball wollte nicht ins Tor. Schon zuvor lagen die Nerven blank, als ein Altlüdersdorfer Ronny Morack übel umgetreten hatte. Die Gelbe Karte vom Schiri war definitiv zu wenig.

Dann ging es wieder gen Heimat. In Teschendorf überholte mich der Mannschaftstross mit großem Jubel. Inklusive kurzem Tankstellenstop dauerte die Fahrt nun etwas mehr als 4 Stunden. Eine Leistung mit der ich insgesamt zufrieden bin.

-dergrinser-
 

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